Wie viele Vergleichsangebote braucht man?


Es entspricht wohl der ständigen Rechtsprechung, dass es bei größeren Maßnahmen - und von größeren Maßnahmen spricht man von Beträgen ab 3.000 EUR - Vergleichsangebote einholen muss. So etwa auch Landgericht Berlin vom 02.02.2018; Az. 85 S 98/16.

Eine Kostenschätzung ersetzt kein Angebot (vgl. Landgericht München, Urteil vom 28.06.2007; Az. 1 T 2063/07). Problematisch ist auch, ob die Übersendung der Angebote vor der Versammlung an die Eigentümer, die sich selbst erkundigen wollen, erfolgen muss. Das Landgericht München hat in seiner Entscheidung vom 06.10.2014, Az. 1 S 21342/13 entschieden, dass nur im Einzelfall eine Übersendung notwendig ist. Das sieht aber z. B. das Amtsgericht Wiesbaden in seiner Entscheidung vom 12.01.2018; Az. 92 C 1459/17 anders. Es wird deshalb in jedem Fall anzuraten sein, dass die Vergleichsangebote rechtzeitig den Eigentümern vorliegen. Ganz wesentlich ist auch, dass die Vergleichsangebote vergleichbar sein müssen. Es darf weder offensichtlich unvollständig sein und es müssen sämtliche Kosten berücksichtigt werden (vgl. Landgericht Dortmund vom 12.08.2014; Az. 1 S 221/12 m.w.N.).

 

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